Ich fand einen USB-Stick in einer normalen Wurst. Zuerst dachte ich, es sei ein Versehen, bis ich den Inhalt überprüfte.

Gestern ging ich wie immer in den Supermarkt. Ich hatte nichts Besonderes vor – nur eine einfache Wurst für ein paar belegte Brötchen. Nichts Außergewöhnliches, nichts Teures. Zuhause schnitt ich ein paar Scheiben ab, machte mir ein Abendbrot und legte den Rest in den Kühlschrank. Alles schien völlig normal. ?

Am nächsten Morgen stand ich früh auf und wollte mir Frühstück machen. Ich nahm dieselbe Wurst aus dem Kühlschrank, legte sie auf das Schneidebrett und setzte das Messer an. Doch schon beim ersten Schnitt merkte ich etwas Merkwürdiges – das Messer stieß auf Widerstand, als würde etwas Hartes im Inneren stecken. Ich dachte, sie sei vielleicht angefroren. Doch beim zweiten Schnitt blieb das Messer plötzlich stecken. Ich beugte mich vor – und sah etwas Glänzendes im Inneren der Wurst. ?

Zuerst dachte ich, es wäre ein Stück Metall, vielleicht ein Produktionsfehler. Noch halb verschlafen schnitt ich vorsichtig darum herum. Nach ein paar Sekunden rutschte etwas Kleines heraus – ein USB-Stick. Ganz normal, silbern, mit einem kaum lesbaren Logo. ?

Ein Schock durchfuhr mich. Ich starrte das Ding an, unfähig zu begreifen, was ich da hielt. Mir wurde übel – ich hatte doch gestern schon davon gegessen! Was, wenn noch mehr darin gewesen war? Ich wusch mir die Hände, mehrmals, wie in Trance. Aber die Neugier war stärker als der Ekel. Wer würde einen USB-Stick in eine Wurst stecken? Und warum?

Gegen jede Vernunft setzte ich mich an den Computer. Als der Bildschirm aufleuchtete, zögerte ich. Alles in mir sagte, ich solle es lassen – aber ich musste wissen, was darauf war. Ich steckte den Stick ein. Sofort erschien das Laufwerk mit dem Namen **OPEN_ME**. Darin befand sich nur ein einziger Ordner, ebenfalls mit dem Namen **OPEN ME**. Ich öffnete ihn, und mein Herz begann schneller zu schlagen.

In dem Ordner war nur eine Datei – ein Foto. Keine Videos, keine Dokumente, nur dieses eine Bild. Ich klickte darauf. Es zeigte einen Mann in einem schwach beleuchteten Raum. Er lächelte direkt in die Kamera. Aber es war kein freundliches Lächeln – eher wissend. So, als wüsste er genau, dass ich eines Tages dieses Foto sehen würde. ?

Mein Blick glitt in den Hintergrund: weiße, sterile Fliesen, wie in einer Fleischverarbeitungsanlage. Auf dem Tisch neben ihm lag eine Wurst – genau dieselbe Marke, die ich gekauft hatte. Mir lief ein Schauer über den Rücken.

Ich zog den USB-Stick sofort aus dem Computer und warf ihn auf den Boden. Mein Herz raste. Ich starrte auf den dunklen Bildschirm, in dem sich mein eigenes Gesicht spiegelte. Was hatte ich da gerade gesehen?

Nach einer Weile versuchte ich, logisch zu denken. Vielleicht war es nur ein schlechter Scherz, eine bizarre Werbeaktion oder irgendein Datenfehler. Doch das Gefühl der Angst blieb. Ich hob den Stick mit einem Taschentuch auf – und bemerkte an der Seite eine winzige Gravur: **„LOT 214 / DO NOT EAT“**.

Das war zu viel. Ich griff zum Telefon und rief den Supermarkt an. Der Manager klang zuerst freundlich, doch als ich erwähnte, was ich gefunden hatte, änderte sich sein Ton sofort. Er flüsterte: *„Bitte bringen Sie den Gegenstand sofort her und zeigen Sie ihn niemandem.“*

Ich fragte, ob schon andere Kunden so etwas gemeldet hätten, aber er legte einfach auf.

Ich fuhr sofort los. Die Straßen waren leer, der Himmel grau. Es fühlte sich an, als würde ich etwas Gefährliches mit mir tragen. Als ich ankam, standen zwei Männer in Anzügen vor dem Eingang. Sie sahen nicht aus wie Supermarktangestellte. Einer trat auf mich zu und sagte ruhig: „Sie haben das Gerät gefunden?“

Seine Stimme war zu ruhig, zu kontrolliert. „Wer sind Sie?“ fragte ich. Er lächelte leicht und hielt mir die Hand hin. „Wir sind hier, um es abzuholen. Sie hätten es nicht öffnen sollen.“ Da bemerkte ich das kleine Funkgerät in seinem Ohr.

Ich wich zurück, murmelte etwas von „Ich hab’s zu Hause vergessen“ und lief zu meinem Auto. Sie verfolgten mich nicht, aber ich sah sie noch im Rückspiegel, wie sie mir nachsahen. Meine Hände zitterten, als ich lenkte.

Zuhause versteckte ich den USB-Stick hinter einer losen Wandverkleidung. Dann setzte ich mich auf den Boden und versuchte, ruhig zu atmen. Doch mein Handy vibrierte – eine neue Nachricht von einer unbekannten Nummer: **„Löschen Sie, was Sie gesehen haben.“**

Ich habe nie jemandem davon erzählt – nicht der Polizei, nicht meinen Freunden. Aber manchmal, spät in der Nacht, wenn ich den Kühlschrank öffne, sehe ich die halb aufgeschnittene Wurst noch immer dort liegen. Sie sieht harmlos aus. Ganz normal. Und doch… kann ich sie nicht wegwerfen.

Denn tief in mir weiß ich: Das war kein Zufall. Und manchmal, wenn das Haus still ist, höre ich aus der Wand ein leises *Klicken* – wie von einem USB-Stick, der sich von selbst öffnet. ????️‍♂️????

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